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Der Geusenfriedhof

Eckgrundstück Kerpener Straße/Weyertal
50937 Köln
Führung: 15 Uhr, Ingrid Schindler
Treffpunkt am Eingang Kerpener Straße

 

Das größte Schmuckstück in der Nähe der Universität und des Evangelischen Krankenhauses ist an der Ecke Kerpener Straße / Weyertal zu finden: der Geusenfriedhof Kölns.

Auf dem 1576 erstmals erwähnten Geusenfriedhof wurden einst die Protestanten begraben. Den Namen erhielt er deshalb, weil die überwiegend aus den Niederlanden geflohenen Protestanten „Geusen“ (= Bettler) genannt wurden.

Offiziell wurde der Geusenfriedhof, der damals noch weit vor der Stadt lag, bis 1829 genutzt. Ab diesem Zeitpunkt hatten die protestantischen Toten auch Zugang zum Melatenfriedhof.

Heute ist das kleine baumbestandene Areal mit den halbverfallenen, überwucherten Gräbern ein stiller Ort für Melancholiker – oder neugierige Spurensucher. Viele der Gräber des Geusenfriedhofs sind sehr interessant. Es finden sich z.B. viele Wappen und Symbole des Todes.

Im September 2005 erhielt die Kölner Bürgerin Elke Bendixen den Ehrenamtpreis in der Kategorie „einzelne engagierte Menschen in Köln“. Sie  kümmert sich fast täglich um den Geusenfriedhof in Köln-Lindenthal, und erledigt alle anfallenden Arbeiten.  Sie beschneidet z.B. die Büsche, jätet Unkraut oder öffnet und schließt die Eingänge. So trägt sie mit dazu bei, dass der Geusenfriedhof weiterhin einen Besuch wert bleibt.

 


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