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Die Köln 99ers: Ein junges Basketball-Team will hoch hinaus


Logo der 99ers ©Köln 99ers

Die Köln 99ers sind eines der erfolgreichsten deutschen Basketball-Teams. Aus der Sportszene Kölns sind sie schon lange nicht mehr wegzudenken. Das junge, dynamische Team stieg Anfang des neuen Jahrtausends wie Phoenix aus der Asche ins Geschäft der deutschen Bundesliga auf. Seitdem begeistert es die Anhänger der amerikanischen Trendsportart.

Basketball ist in den USA beheimatet. Dort zählt die Sportart neben Eishockey, Baseball und American Football zu den populärsten im Land. Im Gegensatz dazu ist Deutschland Basketball-Entwicklungsland. Aber auch hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Der Basketball-Trend schwappte vor allem in den 90er Jahren über den großen Teich, nicht zuletzt, weil mit Detlef Schrempf und Dirk Nowitzki zwei Deutsche für Furore in der amerikanischen National Basketball Association (NBA) sorgten.

Wie es sich für eine sportliche Großstadt wie Köln gehört, mischt auch eine Mannschaft der Rheinmetropole im Geschäft der aufstrebenden Trendsportart mit. Die Geschichte der Köln 99ers ist kurz, aber überaus erfolgreich.

Rückblick: Vom College in die Welt

Um aber nicht mitten in die Materie einer Sportart zu stolpern, die hier noch lange nicht die ihr gebührende Aufmerksamkeit erhält, folgen an dieser Stelle zunächst einige allgemeine Informationen zum Basketball.

Erfunden wurde die Ballsportart bereits im Jahr 1891 in Springfield, Massachusetts. An einem College tüftelte ein engagierter Sportlehrer namens James Naismith an Spielregeln und Strategien eines Ballspiels, das im Gegensatz zu American Football mit weniger Körperkontakt ausgeführt werden sollte. Herausgekommen ist ein Mannschaftssport mit fünf Feldspielern. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Punkte zu erzielen, indem ein Ball durch einen auf 3,05 m Höhe befestigten Korb geworfen wird. Naismith definierte 13 Grundregeln für das Spiel, die teilweise bis heute unverändert sind. Allerdings wurde an den Feinheiten während der folgenden Jahrzehnte noch geschliffen und heute gelten im internationalen Verband Fédération Internationale de Basketball Amateur (FIBA) teilweise minimale Regelabweichungen gegenüber der NBA.Die wichtigsten aktuellen Regeln prägnant zusammengefasst:

-    der Ball muss durch Dribbeln fortbewegt werden,
-    der Angriff des Ball führenden Teams darf nur 24 Sekunden dauern,
-    ein Korb zählt zwei Punkte, bzw. drei, wenn er hinter der Drei-Punktelinie    geworfen wurde,
-    nach Fouls gibt es Freiwürfe, die mit einem Punkt belohnt werden,
-    gespielt wird 4x10 Minuten.

Über die amerikanische College-Liga hielt Basketball 1904 Einzug ins olympische Programm und wurde so einem internationalen Publikum zugänglich gemacht. Nun formierten sich in Europa die ersten Teams. In den 30er Jahren gab es auch hierzulande einige Basketball-Missionare. Lehrer und Studenten brachten ihre Erfahrungen von Auslandsaufenthalten in deutsche Sporthallen und riefen erste Basketball-Abteilungen in Vereinen ins Leben. Die erste Basketball-Meisterschaft in Deutschland wurde im Jahr 1939 ausgetragen. Zehn Jahre später erhielten die vereinzelten Vereine des Landes eine Dachorganisation, den Deutschen Basketball Bund (DBB).

In Köln wird gedribbelt

In Köln kam der Stein in den 50er Jahren ins Rollen. Dort brachten Studenten die Liebe zum Basketball von ihren Gastsemestern in den USA mit zurück. Daraufhin entstand im Jahr 1954 die erste Basketball-Abteilung beim CVJM Zollstock. Drei Jahre später schloss sich auch der CVJM Bayenthal an. Beide Vereine arbeiteten intensiv am Aufbau von spielkräftigen Mannschaften. Schon bald spielten die ersten Jugend- und Herrenteams im Kreis Köln.

In den 60er Jahren gab es zahlreiche Bemühungen, dem Stadt- und Landesspielbetrieb professionellere Strukturen zu verleihen. 1964 knüpfte man an das Ligasystem anderer Sportarten an und gründete die Basketball Bundesliga, die 1966 ihren Spielbetrieb aufnahm. Bis zur Jahrtausendwende dauerte es allerdings, bis auch ein Kölner Verein in die höchste Spielklasse aufstieg. In der Rheinmetropole buk man recht kleine Brötchen und war vornehmlich damit beschäftigt, sich in Erfolg versprechender Form zu organisieren.

1968 entschlossen sich die beiden Sportvereine in Zollstock und Bayenthal zu einer Fusion. Im CVJM Köln-Süd wurde daraufhin 20 Jahre Basketball gespielt, bevor man sich in BSC Köln-Süd umbenannte.

Professionalisierung des Teams

Anfang der 90er Jahre hatte der Verein 350 Mitglieder. Um sich erneut zu vergrößern, schloss man sich 1998 mit dem Team der Sporthochschule Köln zusammen. Mittlerweile hatte die Amerikanisierung der deutschen Sprache auch den Sport ergriffen. Nach Vorbild der mehr oder weniger kreativen Namen amerikanischer Clubs, nannte sich das Kölner Team nun BasCats. Unter neuer Führung durch die American Sports GmbH wurden die BasCats nur ein Jahr später in Cologne 99ers umbenannt. Im Jahr 2000 konnte stolz das 500ste Mitglied vermeldet werden. Außerdem spielten 30 Mannschaften der 99ers in verschieden Spiel- und Altersklassen des Landes.

Durch eine Kooperation mit dem TV Rhöndorf wurde ein Programm zur Förderung von jungen Basketballtalenten konzipiert. Damit wurden die 99ers ihrem Anspruch gerecht, in Nachwuchsarbeit zu investieren und die soziale Funktion von Sport in den Vordergrund zu rücken.

99ers auf Erfolgskurs

Als die Cologne 99ers 2001 die Meisterschaft der Regionalliga für sich entschieden, folgte der Durchbruch zum nationalen Basketball-Ruhm. Das Team erhielt eine Wildcard für die Bundesliga. Als RheinEnergy Cologne mischten sie ab der Saison 2001/2002 im Konzert der großen deutschen Clubs mit. Auf Anhieb schaffte man eine schiere Sensation: Die Mannschaft holte den Vizemeister-Titel an den Rhein.

In der Saison danach konnte man im europäischen ULEB (Union of European Basketball Leagues)-Cup das Achtelfinale erreichen. Auf deutschem Parkett wurde der zweite Platz im DBB-Pokal gefeiert. Inzwischen erlebte der Verein einen wahren Mitglieder-Boom. Mit 735 Mitgliedern war der Kölner Club nun der größte Basketball-Verein Deutschlands. Auch das Zuschauerinteresse wuchs nach den unerwarteten Erfolgen. Bei Heimspielen im EnergyDome oder der Kölnarena fanden sich regelmäßig ca. 5000 Basketball-Fans ein, um das junge Team zu unterstützen.

Um den Bezug zu den Fans und zur Stadt zu festigen, verdeutschte die Vereinsführung zur Saison 2003 / 2004 den Namen des Teams. Nun spielten sich die Basketballer unter dem Namen RheinEnergie Köln zum Pokalsieg gegen Frankfurt. In der Folgesaison ging es aussichtsreich weiter. Gegen die Telekom Baskets Bonn wurde der Pokaltitel verteidigt. Als die Mannschaft dann auch noch das Achtelfinale im ULEB-Cup erreichte, waren die Kölner plötzlich zur erfolgreichsten deutschen Mannschaft auf europäischer Ebene aufgestiegen.

Deutscher Meister

2005 / 2006 feierte das Team den bisher größten Erfolg. Gegen Ligakonkurrenten ALBA Berlin entschied RheinEnergie Köln das Play-Off Finale mit 3:1 Siegen für sich. Spieler und Fans bejubelten den ersten Deutschen Meistertitel. Unter dem neuen Headcoach Sasa Obradovic, der zuvor lange Zeit als Spieler das Team verstärkte, wurde auch das Viertelfinale im FIBA Euro Cup erreicht.

Die Saison 2006 / 2007 endete mit dem insgesamt dritten Pokalsieg. Außerhalb des Spielfelds ging die langjährige Partnerschaft mit RheinEnergie zu Ende. Der nächste Namenswechsel stand vor der Tür. Aus RheinEnergie Köln wurden wieder die 99ers. Unter alt bewährtem Namen wollen die Profis in den nächsten Jahren weiterhin für Furore im deutschen Basketball-Geschäft sorgen.

Der Standpunkt der 99ers ist klar umrissen: Nachwuchsarbeit und sportliche Höchstleistungen stehen an erster Stelle auf der Vereinsagenda. Unter dieser Prämisse steht dem jungen Team eine aussichtsreiche Zukunft offen.

Daniela Steins



Daten und Fakten zum Verein:

Anschrift:
Köln 99ers
c/o American Sports GmbH
Girlitzweg 30
50829 Köln

Tel. 0221 / 88 88 2 – 0
Fax 0221 / 88 88 2 – 43

info@koeln99ers.de

www.99ers.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.30-17

Geschäftsführer: Walter Pütz, Stellvertreter: Jens Brämer

Spielstätten:

EnergyDome (3.200 Plätze)
Kölnarena (18.000 Plätze)

Vereinsfarben:
Weiß Rot

Gründung: 1999 als Cologne 99ers



Fanservice

Fantalk auf  Radio Köln 107,1 nach jedem Spiel, die Gelegenheit für Fans, Fragen an Spieler und Team zu stellen. Die Spieler, die während des Fantalks Rede und Antwort stehen, werden vorher auf der Internetseite der 99ers veröffentlicht.
Fragen können an fantalk@koeln99ers.de geschickt werden.

Mitgliedschaft bei den 99ers:
Erwachsene 75 Euro / Jahr, ermäßigt 50 Euro

Mitglieder erhalten Rabatte auf Eintrittskarten, Fanartikel, u.v.m.

Der 99ers Wurf

99 Jahre freien Eintritt für den Fan, der es schafft, einen Ball von der Mittellinie aus in den Korb zu werfen. Mitmachen kann jeder 99ers-Anhänger, der bei einem Heimspiel eine Newsletter-Postkarte ausfüllt. Der glückliche Werfer wird in einer Viertelpause per Losverfahren ausgewählt und darf antreten.





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