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Mikwe (Judenbad)


Die Glaspyramide macht die antike Badestätte sichtbar

Rathausvorplatz
Öffnungszeiten:
Mo–Do 8–16.45 Uhr, Fr 8–12 Uhr
Sa 10–16 Uhr, Schlüssel ist beim Rathauspförtner erhältlich
So 11–13 Uhr gewährt ein Wachmann vom benachbarten Praetorium Einlass
Führungen: stündlich 14–17 Uhr, Treffpunkt an der Glaspyramide

Fast verschwunden ist das alte Judenviertel in Köln. Was Ieoh Ming Pei in großem Stil in den Hof des Pariser Louvre setzte, steht in kleinerer Ausführung vor dem Kölner Rathaus. Aber was in der Seine-Metropole nur einen profanen Eingang überdacht, das schützt in Köln ein über achthundertjähriges Kultbad: die jüdische Mikwe.

Die jüdische Gemeinde baute ihre Mikwe tief in den Boden, um an das Grundwasser, „lebendes Wasser“, zu kommen, das für rituelle Waschungen unabdingbar war. Die heute zu bewundernde Treppenanlage mit Vorraum und Umkleidenische in der Mikwe entstand, wohl als Nachfolgemodell einer älteren Anlage, im Jahr 1170. Noch heute ändert sich der Grundwasserspiegel in sechzehn Meter Tiefe. Je nach dem Wasserstand des Rheins, „lebt“ das Wasser also noch.

Den Schlüssel zu dem rituellen Tauchbecken kann man sich beim Pförtner des Rathauses abholen. Beim Verlassen der Anlage sollte man darauf achten, nach später eingestiegenen Neugierigen Ausschau zu halten, um diese nicht versehentlich einzuschließen.

 


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