Die Jugendlichen, denen Frau Stüsgen und ihre Mitarbeiter versuchen zu helfen, galten bis dahin als schwierige Fälle und hatten keinen Ausbildungsplatz gefunden: Viele haben gar keinen oder keinen guten Schulabschluss. „Doch auch zum Beispiel eine junge, allein erziehende Mutter mit einem kleinen Kind findet aus eigener Kraft nur sehr schwer einen Ausbildungsplatz“, weiß Frau Stüsgen aus Erfahrung. „Arbeitgeber sind meist skeptisch und sehen Probleme, zum Beispiel bei der Betreuung des Kindes.“ Diesen Jugendlichen geben Frau Stüsgen und ihre Mitarbeiter eine Chance und unterstützen sie, schulen sie in einem simulierten Bewerbungsgespräch und geben Tipps bei der Gestaltung und Formulierung der Bewerbungen. Anschließend wird versucht, über bestehende berufliche und private Kontakte einen passenden Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu finden.
Alles eine Frage der Organisation
„Durch diese Arbeit merkt man erst, wie viele Leute man eigentlich kennt und wie groß das eigene Netzwerk wirklich ist. Auf einmal findet man heraus, dass in der Computerfirma des Bekannten vom Freund des Fußballkollegen gerade zufällig ein Ausbildungsplatz frei geworden ist. Dann wird telefoniert und alles versucht, um diese Chance zu nutzen“, erklärt Frau Stüsgen.
Die Arbeit an diesem Projekt setzt also manchmal spontanes Handeln voraus und ist auch zeitaufwendig. Mit etwas Organisation und Planung sei es trotzdem kein Problem, dass der firmeneigene Besprechungsraum für die Bewerbungsgespräche genutzt wird und in dieser Zeit natürlich belegt ist.
Die soziale Arbeit an dem Patenprojekt hat auch die normale Arbeit in der Steuerkanzlei beeinflusst. Frau Stüsgen bemerkt, dass sich ihre Mitarbeiter besser und viel privater kennen lernen, als es während der normalen Arbeit möglich ist. „Es wird über Hobbys und Interessen oder über die private Situation gesprochen. Dadurch entsteht mehr Verständnis füreinander und ein größeres Verantwortungsbewusstsein. Das wirkt sich auch auf die Arbeit in der Kanzlei aus.“
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Liebe Frau Hölscher,
melden Sie sich doch bitte mal unter beratung@stuesgen.de bei mir.
Sehr geehrte Frau Stüsgen,
ich wollt so viel Einsatz und Chancen für Jugendliche wie sie es in Köln zeigen würde es hier in Arnsberg-Hochsauerland auch geben!!! finde ich ganz toll, zumal ich auch eine Tochter hane die es auch verdient hätte ihr aber keiner eine chance gibt!!
Sie hat zwar keinen guten Schulabschluß ( leider bedingt durch den plötzlichen Tod meines Vaters, an dem sie sehr gehangen hat! ist einen Tag vor der Abschlußprüfung plötzlich verstorben)...Sie hat sehr gute Umgangsformen, setzt sich ein für die Firma in der sie arbeitet, ist pünktlich und zuverlässig! Hat ein Arbeitszeugniss von meinem Chef!
Würde mich sehr freuen wenn Sie mir irgend welche Tipps geben könnten was ich noch tun kann!
vielen Dank
L. Hölscher